BEN LEANDER Design Studio

+43 650 707 9191
hello@benleander.com

nightmares mare illustration

Exploring Nightmares | Die Albträume meiner Freunde

Last week I have gathered my favorite dream stories from my friends. One of the few things even more enticing to me than reading about dreams my friends had, is reading their nightmares! There’s something scarily intimate about reading how other people’s fears manifest and today I wanna share the best stories I have gathered!

Blog post in German and English!

 

Friends with the Devil

In my childhood, the Krampus played a big role. In impressively gruesome pictures he was depicted in fairy tale books, in his black form, with his long, red tongue, the horse’s foot; and he took the bad children with him to hell! There they were thrown into a big pot and crushed. All year long we were threatened with the Krampus if we were not good. I was so scared, even though I wasn’t a bad kid at all. I was highly sensitive, imaginative and introverted – not an easy mix. I was accused of lying because of my imagination or rudeness because of my shyness. Then at night I was picked on by the Krampus and regularly thrown into the pot! It got to the point where I didn’t want to go to sleep. So what do you do as a young child when you can’t see a way out? You find ways and fortunately for me, I found a very healing one. I changed my dream and little by little I became friends with the Krampus. Another child might have defeated him in battle, but that was not my style. I made friends with them and in the end, had a big party in hell. After that, there was peace with that nightmare. What has remained for me is the ability to lucid dreaming. Lucid dreaming means being aware of yourself and the dream state while dreaming. There are several stages, my Krampus dream was the lowest: I resolved to do it during the day and in the dream, it happened because of the resolution. Then comes the awareness in the dream and last but not least you can actively shape the dreams.

In meiner Kindheit hat der Krampus eine große Rolle gespielt. In beeindruckend grausigen Bildern war er in den Märchenbüchern dargestellt, in seiner schwarzen Gestalt, mit seiner langen, roten Zunge, dem Pferdefuß; und die schlimmen Kinder hat er mit in die Hölle genommen! Dort wurden sie in den großen Topf geworfen und zerstampft. Das ganze Jahr über wurde uns mit dem Krampus gedroht, wenn wir nicht brav waren. Ich hatte solche Angst, obwohl ich gar kein schlimmes Kind war. Ich war hochsensibel, phantasievoll und introvertiert – keine einfache Mischung. Mir wurden Lügen vorgeworfen aufgrund meiner Phantasie oder Unhöflichkeit aufgrund meiner Schüchternheit. Nachts wurde ich dann geholt und regelmäßig in den Topf geworfen! Das ging so weit, dass ich nicht mehr schlafen gehen wollte. Was macht man also als kleines Kind, wenn man keinen Ausweg sieht? Man findet Wege und zu meinem Glück habe ich einen sehr heilenden gefunden. Ich habe meinen Traum verändert und mich Stück für Stück mit dem Krampus angefreundet. Ein anderes Kind hätte ihn vielleicht im Kampf besiegt, aber das war nicht meine Art. Ich habe mich mit ihnen angefreundet und am Ende eine große Party in der Hölle gefeiert. Danach war Ruhe mit diesem Albtraum. Was mir geblieben ist, ist die Fähigkeit des Klarträumens. Klarträumen bedeutet, dass man sich im Traum seiner selbst und des Traumzustandes bewusst ist. Es gibt mehrere Stufen, mein Krampus-Traum war die unterste: Ich habe es mir tagsüber vorgenommen und im Traum ist es dann aufgrund des Vorsatzes passiert. Dann kommt eben die Bewusstheit im Traum und zu guter Letzt kann man die Träume aktiv gestalten.

 

Follow you into the Dark

After my father passed away, I had dreams for weeks in which he showed up as a silent character. In my dreams, however, I think he is a different person who frighteningly looks just like him. So, I once saw him as a cashier in a mall when I was buying a houseplant. However, I avoided him and went to another cashier. After I paid, my eyes went black and I felt a pain in my chest. When I fell to my knees, I realized I was having a heart attack. I screamed for help, but the other people ignored me and walked around me. In front of the store, I saw my girlfriend. However, it was the dream version of my girlfriend, who, unlike the real person, is a real antisocial asshole. She looked at me through the glass window with a snide look while I desperately pushed against it and yelled at her to help me. As she turned and walked away, all my strength left me. Lying on my back, I saw more passers-by, but no one to help me. The certainty spread inside me that I was going to die alone now. I ran out of air and my vision went black. The dream ended with my actual girlfriend, who was lying in bed next to me, waking me up. Although I don’t usually talk in my sleep, she had heard my cries for help, which in reality were more of a soft whimper. 

Nachdem mein Vater verstorben ist, hatte ich wochenlang Träume, in denen er als stummer Statist aufgetreten ist. Im Traum denke ich aber, dass er eine andere Person ist, die ihm erschreckend ähnlich sieht. So sah ich ihn einmal als Kassierer in einem Einkaufszentrum, als ich eine Zimmerpflanze kaufte. Ich habe ihn aber gemieden und bin zu einer anderen Kassa gegangen. Nachdem ich bezahlt hatte, ist mir Schwarz vor Augen geworden und ich spürte Schmerzen in der Brust. Als ich auf die Knie fiel, merkte ich, dass ich einen Herzinfarkt hatte. Ich schrie um Hilfe, doch die anderen Personen ignorierten mich und gingen in einem Bogen um mich herum. Vor dem Geschäft sah ich meine Freundin stehen. Es handelte sich aber um die Traum-Version meiner Freundin, die im Gegensatz zur realen Person ein echt asoziales Arschloch ist. Sie sah mich durch die Glasscheibe mit abfälligem Blick an, während ich verzweifelt dagegen drückte und sie anschrie, dass sie mir helfen solle. Als sie sich umdrehte und wegging, verließen mich alle Kräfte. Am Rücken liegend sah ich weitere Passanten an mir vorbeigehen, doch niemanden, der mir helfen wollte. In mir breitete sich die Gewissheit aus, dass ich in diesem Moment alleine sterben würde. Mir ging die Luft aus und mein Blickfeld wurde immer schwärzer. Der Traum endete damit, dass meine reale Freundin, die im Bett neben mir lag, mich aufweckte. Obwohl ich normalerweise nicht im Schlaf rede, hatte sie meine Hilferufe gehört, die in der Realität eher ein leises Wimmern gewesen sein sollen.

 

Playing Tag

Many of my dreams are about being chased, whether by military troops, by Nazis, by torturers, by knifemen or by cats. One of the most memorable of these was in a dark abandoned industrial building through which I was being chased by two men. At one point I was cornered and all I could do was throw flaming liquor bottles at them. One of the men then touched me gently and said “Tag, you’re it!”. For the two of them, it was just a game and I believed all that time that they were evil. For me, this dream stands for the fact that I try to run away from something in my life. The dreams are very memorable and interesting because they have been with me for a looooong time and come back at regular intervals. I am probably running away from something unnecessarily, but I don’t know from what.

Sehr viele von meinen Träumen handeln davon dass ich verfolgt werde. ob von Militärtruppen, von Nazis, von Folterern, von Messerstechern oder von Katzen. Einer der einprägsamsten davon war in einem dunklen verlassenen Industriegebäude, durch das ich von zwei Männern gehetzt worden bin. Irgendwann wurde ich in eine Ecke getrieben und konnte nur mehr mit brennenden Schnapsflaschen auf sie werfen. Einer hat mich dann sanft berührt und gemeint “Du hasts!”. Für die zwei war das nämlich nur ein Spiel und ich hab die ganze Zeit geglaubt, dass sie böse wären. Für mich steht dieser Traum dafür, dass ich in meinem Leben vor irgendwas versuche wegzurennen. Die Träume sind sehr einprägsam und spannend deshalb, weil sie mich schon laaaaaange begleiten und in regelmäßigen Abständen wiederkommen. Wahrscheinlich laufe ich unnötig von etwas weg, ich weiß aber nicht, wovor. 

 

Down the Drain

I was visiting my Viennese relatives with my family. When we stayed there, we always spread out in the living room on the pull-out couch. It was nighttime and everyone was asleep when suddenly people in tiger masks came into the apartment and started killing us. Only my cousin and I were able to run away. We ran and ran. My cousin, who has always been a vain beauty queen, couldn’t help it and had to brush her hair while running away. When she dropped the brush and stopped, the tigers got her. I kept running and running in a panic until I finally woke up. In another similar dream, I was walking with my brother and my dog when a man appeared and kidnapped my brother. I ran after him, but the man was faster, took my brother into his house and flushed him down the toilet. The dream actually sounds very funny, but I woke up in a cold sweat as a child and the dream haunted me for quite a long time.

Ich war mit meiner Familie (Eltern und Bruder) bei unseren Wiener Verwandten zu Besuch. Wenn wir dort übernachteten, haben wir uns immer im Wohnzimmer auf der ausziehbaren Couch ausgebreitet. Es war Nacht und alle schliefen, als plötzlich Menschen in Tigermasken in die Wohnung kamen und anfingen uns zu töten. Nur meine Cousine und ich konnten weglaufen. Wir liefen und liefen. Meine Cousine, die schon immer eine eitle Beauty Queen war, konnte es nicht lassen, und musste sich während des Weglaufens die Haare bürsten. Als ihr die Bürste runterfiel und sie stehen blieb, haben sie die Tiger erwischt. Ich lief panisch weiter und weiter und weiter, bis ich endlich aufwachte. In einem anderen, ähnlichen Traum, ging ich mit meinem Bruder und meinem Hund spazieren, als ein Mann auftauchte und meinen Bruder entführte. Ich lief hinterher, aber der Mann war schneller, nahm meinen Bruder mit in sein Haus und spülte ihn im WC runter. Der Traum klingt eigentlich sehr lustig, ich bin aber schweißgebadet aufgewacht als Kind und der Traum hat mich ziemlich lange verfolgt.

 

BenLeander

 

Compulsive nonconformist who left the 9-to-5 world after studying psychology and has since then devoted himself to design and writing on a freelance basis. Has at least four different kinds of chips at home at any given time.

Comments

  • 17. February 2021
    reply

    Is it weird that I enjoyed the nightmares more than the “dreams”?

Do you have something to say?